Davert, Ascheberg

Die Natur ins Haus geholt

Die Natur liegt dem Naturkosthersteller Davert mehr als am Herzen. Es ist die Grundlage seines Tun und Handelns. Daher lag es auf der Hand, dass bei der Planung des Neubaus die Natur und Nachhaltigkeit im Fokus stand.

Facettenreich in Optik und Funktion.

Erforderlich wurde der Neubau, weil Davert aus dem alten Standort auf einem fast schon idyllisch anmutenden Areal mit einer alten Mühle in Senden-Ottmarsbocholt herausgewachsen war. Dort lag der Bezug zur Natur aufgrund des Erscheinungsbildes auf der Hand. Obwohl die Entscheidung für eine Grundkonstruktion in Stahlbetonbauweise mit einer Thermofassade primär aufgrund betriebswirtschaftlicher Erwägungen zustande kam, wurden der Nachhaltigkeits-Gedanke und die Authentizität, die im Biosektor sehr wichtig ist, nicht aus den Augen verloren.

Besonders sichtbar wird das an der Fassade des Verwaltungsbereiches, der sich im Obergeschoss befindet. Dieser Bereich wurde komplett in einer Holzrahmenbauweise mit einer Lärchenholzfassade aus Rhombusleisten realisiert. Der Brückenschlag zur Nachhaltigkeit ist an diesem Gebäudeteil aus gestalterischen und auch energetischen Gesichtspunkten genau richtig platziert.

Projektdetails:

Nutzung:
Verwaltung, Produktion und Logistik
Standort:
Zur Davert 7, 59387 Ascheberg
Bauherr:
Niehoff-Davert GmbH, Gronau
Objekt-Größe:
11.300 m² BGF
Auftrag:
Generalplanung, schlüsselfertige Erstellung

Die Perspektiven zur Entwicklung hatten wir von Beginn an im Fokus.

Marco Seyfarth, Projektplanung

Augenmerk auf Innenarchitektur

Der neue Betriebsstandort lässt sich in drei Hauptbereiche gliedern: einen Produktionsbereich, einem bis zu 9,50 Meter hohen Logistikbereich, in dem 8.000 Europaletten Platz finden, einem Silogebäude für Rohwaren sowie einer Verwaltung im Obergeschoss für circa 60 Mitarbeiter.

Während in den Logistik- und Produktionsbereichen die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund standen,legte der Bauherr im Verwaltungsbereich auch ein großes Augenmerk auf die Innenarchitektur. So wurden beispielhaft große Holzschiebetüren und Teppichfliesen in Grasoptik eingesetzt. Zudem tragen verschiedene Akustikelemente zu einem angenehmen Arbeitsklima bei.

Nachhaltige Technik

Auch im Bereich der installierten Technik lag ein ganz besonderer Fokus auf der Nachhaltigkeit: Eine Lüftungsanlage, die mithilfe einer Wärmepumpe betrieben wird, sorgt in sämtlichen Lager und Produktionsbereichen für die geforderten Temperaturen.

Zu dem kann mithilfe von Solarkollektoren, die auf der gesamten Flachdachfläche installiert wurden, ein Großteil des gesamten Energiebedarfs selbst produziert werden. Mithilfe dieser Lösungen wurde nicht nur dem insgesamt sehr nachhaltigen Davert- Ansatz Rechnung getragen, sondern auch ein Weg gefunden, der dem Kunden wirtschaftlich auf lange Sicht viele Vorteile bringt.

VON ANFANG AN …

…wurden die Optionen für Erweiterungen mitbedacht. Denn angesichts der sehr rasanten Entwicklung, die der Spezialist für Reis, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte in Bio-Qualität in den vergangenen Jahren genommen hat, wurde bereits zwei Jahre nach dem ersten Bauabschnitt die erste Ausbaustufe des Gebäudes realisiert. Neben Erweiterungen im Bereich der Verwaltung und der Qualitätssicherung wurde dabei auch die Lagerfläche ausgebaut. Die Voraussetzungen dafür wurden schon 2013 mit der Erstellung eines Masterplans geschaffen, der die künftigen Platzbedürfnisse des Kunden berücksichtigt. Derzeit erfolgt die Umsetzung des dritten Bauabschnitts.

„Die Herausforderung besteht vor allem darin, dass während des laufenden Betriebes immer weitere Neubauten entstehen. Spannend, aber auch eine Bestätigung unserer Arbeit.“

Bertold Brünen, Bauleiter