Jentschura, Münster

Altbau-Instandsetzung statt Neubau

Flexibilität ist etwas, was in jedem Business großgeschrieben werden muss. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt der Jentschura International GmbH. Geplant war für den Hersteller basischer Körperpflegeprodukte und natürlicher Nahrungsmittel ein neues Bürogebäude in Münster-Roxel.

Runderneuerung nach 20 Jahren

Mit dem Ziel, sämtliche Niederlassungen in Münster an einem erweiterten Standort im Ortsteil Roxel zusammenzuführen, war zunächst eine Aufstockung des vorhandenen Gebäudes geplant. Zum Ende der Planungsphase ergab sich für den Bauherrn die Option, ein Nachbargelände mit einem vorhandenen Büroaltbau zu erwerben. Jentschura nutzte diese Gelegenheit und verwarf den ursprünglichen Plan.

Aufgrund der Erfahrungen aus einem früheren Auftrag und der sehr klaren Vorgaben der Familie Jentschura konnte sich das Architektenteam schnell auf die neuen Anforderungen einstellen. Im Kern stand dabei die Vorgabe, den vorhandenen Altbau so instand zu setzen und aufzuwerten, dass er als modernes Bürogebäude genutzt werden kann.

Projektdetails

Nutzung:
Verwaltung, Produktion und Logistik
Standort:
Otto-Hahn-Straße 22, 48161 Münster
Bauherr:

Jentschura International GmbH, Münster
Objekt-Größe :
2.960 m²  BGF
Auftrag:
Generalplanung, schlüsselfertige Erstellung

Eine gute Planung ist individuell und flexibel zugleich.

Bernd Niehoff, Architekt

Die Tatsache, dass aus einem Erweiterungs-Projekt kurzfristig eine „Runderneuerung“ wurde, spielte letztlich nur eine untergeordnete Rolle. Zumal die betreffende Immobilie ein alter Bekannter war: HOFF und Partner hatte das Gebäude in den 1990er Jahren selbst gebaut. Die Basis stimmte also. 90 Prozent des Ursprungsgebäudes konnten weiter genutzt werden. Größere Veränderungen gab es allerdings hinsichtlich der Aufteilung und der Optik. Der Grundriss wurde insgesamt deutlich offener, moderner und damit auch repräsentativer gestaltet.

Münsterländischer Sandstein

Da das Unternehmen im Münsterland verwurzelt ist, legte Familie Jentschura bei der Fassade großen Wert auf eine traditionelle Sandstein-Klinker-Optik, die mit modernsten Mitteln sehr geradlinig realisiert wurde. Ein besonderes Augenmerk fällt auf den Eingangsbereich, wo ein Foyer mit Sandstein-Fassade entstanden ist. Im Innenbereich setzt ein repräsentativer Treppenaufgang einen weiteren klassischen Akzent. Die ehemaligen Garagen des Altbaus wurden ebenfalls zur Bürofläche umfunktioniert. Bodentiefe Fenster sorgen in diesem Bereich für ein luftiges Erscheinungsbild. An den Altbau von einst erinnert heute nichts mehr.

VON ANFANG AN …

… war ein Ziel, nachhaltig zu agieren. Ein zentrales Element war dabei unter anderem das Raumklima – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. So wurde zum Beispiel eine Kombination aus Wandheizung und Lehmputzwänden verbaut, die aufgrund der Strahlungswärme der Heizung und der speziellen Beschaffenheit der Wände ein sehr angenehmes Raumklima sicherstellt.